Flexitarische Ernährung zum Ausprobieren

4. Juli 2012

Ernährung

Supermarkt einkauf Vegetarisch oder vegan zu essen liegt in Deutschland im Trend. Zu beobachten ist dies am gestiegenen Angebot von Fleisch- und Milchersatzprodukten in den Supermärkten, wie z.B. Soja-Milch, Tofu oder pflanzliche Würstchen. Auch vegetarische und vegane Restaurants bemerken einen erheblichen Zulauf – es gibt viele Neugründungen. Weiterhin ist eine breite öffentliche Debatte entstanden, die neben der gesunden Ernährung auch ethisch/moralische Überlegungen in Bezug auf Tierleid, Krankheitserreger, Umweltverschmutzung und Welternährungslage beinhaltet. Ihr eigenes Essverhalten bezeichnen viele als flexitarisch. Doch was ist das eigentlich?

Flexitarisch = keine Dogmen

Im Wort flexitarisch stecken die Wörter flexibel und vegetarisch. Da übertriebener Fleisch- und Wurstwarenkonsum als ungesund gilt, lassen Flexitarier an einigen Wochentagen diesen weg. Auch seinen Fleischkonsum um die Hälfte zu verringern, könnte man als flexitarisch bezeichnen, denn eine feste Definition existiert nicht. Anders als bei der vegetarischen oder veganen Ernährungsweise existieren keine Dogmen – Flexitarismus ist sozusagen eine hedonistische Alternative. Man isst, was einem schmeckt und folgt dabei keinem festgelegten Plan, was weggelassen wird. In der einen Woche kann man als Flexitarier jeden Tag Fleisch essen, in der darauffolgenden Woche verzehrt man evtl. gar kein tierisches Produkt.

Einstieg in eine bessere Welt

Egal, wie man zum Töten und den derzeitigen Massenhaltungsformen von Tieren steht – durch einen verringerten Konsum von tierischen Produkten wird die Umwelt entlastet und weniger Tiere müssen leiden. Denn die Nachfrage bestimmt das Angebot. Die Exkremente von Nutztieren sind eine starke Umweltbelastung, ebenso wie der hohe Futtermittelbedarf, dessen Produktion sich in stark gespritzten und teilweise genmanipulierten, riesigen Monokulturen widerspiegelt. Oftmals wird für die deutsche Fleischproduktion Regenwald gerodet. Hinzu kommen stark ansteigende Preise für Getreide, die ihren Teil zu Hungerkatastrophen weltweit beitragen. Vegan oder zumindest vegetarisch zu leben hilft, bei der Lösung dieser Probleme mitzuwirken – flexitarische Ernährung mit vegetarischen und veganen Tagen zeigt auf, dass es nicht nur relativ leicht zu organisieren ist, ohne tierische Produkte auszukommen, sondern gesundes Essen dieser Form bewirkt auch einen gesunden Körper und Geist.

Einfach ausprobieren

Falls Sie darüber nachdenken, weniger Fleisch, Wurst und Milchprodukte zu essen, dann probieren Sie es einfach aus. Es gibt keinen Grund, dabei nervös zu werden – hunderttausende vegan lebende und Millionen sich vegetarisch ernährende Menschen in Deutschland machen es vor. Mit einer anfänglich flexitarischen Essensweise fällt der Umstieg weniger schwer – letztlich ist es aber Ihnen selbst überlassen. Dieser hohe Beitrag zum Allgemeinwohl und vor allem Ihrer Gesundheit sollte Ihnen jedoch zumindest ein Versuch wert sein.

Fotoangaben: Eisenhans – Fotolia

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